Das Griesfest
findet dieses Jahr (... und folgende) nicht statt.
Leider kämpfen beide Seiten der Organisatoren,
der Alpenclub Formazza und unsere IG mit dem
Problem, Leute für die Organisation und
Mithilfe des beliebten
Griesfestes zu finden.
Die IG Pomatterfreunde wird per Ende 2007 aufgelöst.
Zusammen mit dem Grimselpass war der Griespass
während Jahrhunderten
Teil des internationalen Handelsweges
Meiringen-Haslital-Grimsel-Obergesteln-Griespass-Pomatt-Domodossola.
Mit der Eröffnung der Gotthardbahn 1882
brach
der Handelsverkehr über die Pässe Grimsel-Gries allmählich zusammen.
Erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts
kam mit dem Bau der Staumauer Gries, der Nufenenpassstrasse und der Gasleitung
wieder Leben ins Ägenental.
Bis ins 19. Jahrhundert unternahmen die Pomatter jedes Jahr eine Wallfahrt über
das Gries nach Einsiedeln. Auch gingen sie
lieber ins Goms zum Arzt als ins «Welschland». So soll noch um 1920
eine Pomatterin ihr krankes Kind in einer «Tschifärä»
nach Münster zum Doktor gebracht haben. Zwischen dem Goms und dem Pomatt
fand immer ein reger Handel statt.
Die Gommer bezogen Heurechen, Holzgeschirre, Reis und Kaffee aus dem Pomatt.
Jede Gommerin wünschte sich auch
einen «Pomatter Lumpen» (Kopftuch). Erst die Passsperre zur Zeit
des Faschismus und des 2. Weltkrieges brachte diesen
Warenaustausch zum Erliegen. In den letzten 50 Jahren haben die Beziehungen
zwischen Gommern und Pomattern wieder
zugenommen.
Fotogalerie Griesfest 2004
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